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Wackernheims Schultheißen, Maires, Bürgermeister und Ortsvorsteher


Autor: Hartmut Geißler
aus Esch BIG 7, S. 41-50
mit Ergänzungen aus Archivalien durch Gs,
für die Zeit nach 1956 ergänzt durch Wolfgang Emmerling, Wackernheim


Heinrich Esch nennt folgende Schultheißen bzw. Bürgermeister (in der Zeit der Zugehörigkeit zu Frankreich: "Maires"), für die frühen Zeiten aus Saalwächters Spaziergang

a) Schultheißen:

Sand, Johann (1348)

Sigelo (1348)

Wendekuchen, Henne (Johann) (1383, 1385), Vorsitzender des Wackernheimer Hübnergerichts

Meiden, Wenz (Werner) (1388)

Dinkeler, Henne (Johann) (1419); es war die Zeit der Hussitenkriege, wo die Gemeinde Schulden aufnehmen musste, daher ein Gerichtsvermerk im Haderbuch von NI für 33 Familien, aus denen Esch eine Einwohnerzahl von etwa 132 Personen (darunter die beiden Bürgermeister Heinz Mulner und Henne Renuß, ohne Adlige und Kleriker) errechnet; ihre namentlich aufgeführten Vertreter s. Esch S. 43

Richwin, Henne (1421, 1422)

Emmerich von Engelstadt, der erste adlige Schultheiß (1469-1484); mehr zu ihm bei Esch S. 44-46 und in Saalwächters Spaziergang, Teil 4-5

Michel, Hans (1653)

Strintz, Johannes (1699, 1701)

Strintz (Saalwächter: Strunz), Wilhelm (1717, 1725); als dieser gestorben war, forderte das Oberamt Oppenheim gemäß den Regelungen in der Pfälzer Religionsdeklaration von 1705 vom Oberschultheißen des Ingelheimer Grundes, Johann Paul Biebesheimer, eine Vorschlagsliste von drei Personen aus den drei Konfessionen (Reformierte, Lutherische, Katholiken)

Speth, Johann Veith (1750; Saalwächter bezweifelt, dass er der wirkliche Schultheiß war, er habe aber dessen Dienste versehen

Zimmer, Franz (1752, 1761)

Schäffer (1783), der letzte reformierte Schultheiß in kurfürstlicher Zeit

Knab, Jakob (1783), katholischer Schultheiß


b) in französischer Zeit die Maires von Heidesheim

Bürger-Agent Nikolaus Müller (1797-1801)

ab 1798 Maires:

Bohlandt (1798)

Wohlstetter (ab 1807)


c) in hessischer Zeit

Bohlandt, Peter (1817 auf der Geburtsurkunde von Carolus Krebs 12.08.1817)

Klippel I. (sic!), Heinrich; Gutsbesitzer; BM 1822-1849, abgewählt in der Revolutionszeit, gestorben 1859; Vater der Maria Margaretha, die mit Otto Wilhelm Krebs von der Sandmühle verheiratet war, und Großvater des Heinrich Ludwig Klippel, der mit der Tochter Maria Chistina Elisabetha von Carl Krebs, Oelmühle, Cementfabrik NI, verheiratet war (s. Geburtsurkunde von Heinrich Ludwig Klippel 1847, Nr. 16)

Kloos, Nikolaus (1849-1862), gewählt von den zahlenmäßig überwiegenden "Demokraten" (siehe Hauptseite zu Wackernheim)

Müller, Balthasar (1862-1869)

Michel, Adam II. (bis 1876)

Kloos, Jakob III. (bis 1902)

Michel, Adam III. (1904-1907)

Nelgen, Heinrich II. (1907-1923), von der französischen Besatzungsmacht abgesetzt und ausgewiesen

Nelgen, Friedrich Balthasar (1924- Mai 1945), abgesetzt durch die US-Besatzungsmacht


d) in der Zeit von 1945 bis 1973 (in der Zeit der Selbständigkeit)

Simon, Karl, 1945 - 1946

Biron, Nikolaus, 1946 - 1948

Sauer, Georg Karl, 1948 - 1969

Klotter, Prof. Dr. Hans Erich, 1969 - 1973


e) Nach der Gründung der Verbandsgemeinde Heidesheim/Wackernheim

Am 22.4.1972 wurde die VG Heidesheim/Wackernheim durch das 13. Landesgesetz über die Verwaltungsvereinfachung in RLP gegründet. Die OG Wackernheim konnte dem nicht zustimmen und klagte beim Verfassungsgericht. Die Klage wurde im Nov. 1972 abgewiesen. Prof. Dr. Klotter trat darauf hin im März 1973 als Ortsbürgermeister zurück.

Ortsbürgermeister Wackernheim   -   Verbandsgemeindebürgermeister Hdh/Wa

Herrmann, Otto, 1973 - 1974         -    Korn, Friedrich (Friedel), 1972 - 1990

Piasta, Günther, 1974 - 1980         

Holighaus, Friedel, 1980 - 1989

Hofmann, Burkhard, 1989 - 2009    -   Bock, Hans Jürgen, 1990 - 2000

                                                         -   Rump, Karl-Werner, 2000 - 2008

Vogt, Sybille, 2009 - 2019                -   Borrmann, Joachim, 2008 - 2016

                                                         -   Klein, Kerstin, 2016 - 2019


f) Eingemeindung der Ortsgemeinde Wackernheim in die Stadt Ingelheim

Das 1. Landesgesetz zur Kommunal- und Verwaltungsreform vom 28.09.2010 bestimmte, dass eine VG mindestens 12.000 Einwohner mit Hauptwohnsitz in dieser VG umfassen müsse. Die VG Heidesheim/Wackernheim war weit davon entfernt. Nach längeren innerörtlichen Diskussion udn Verhandlungen mit der Verbandsgemeinde Gau-Algesheim stimmten schließlich 2015 in einem Bürgerentscheid 60% der Ortsansässigen für die Eingemeindung.

29.02.2016 14.00 Uhr, Öffentliche Sitzung im Ratssaal der Stadt Ingelheim:
Unterzeichnung des Eingemeindungsvertrages mit den Gemeinden Heidesheim und Wackernheim (Verbandsgemeinde Heidesheim/Wackernheim) durch die entsprechenden politischen Vertreter.

Seit dem 1.7.2019 ist Wackernheim ein Stadtteil Ingelheims und hat damit erneut seine Eigenständigkeit aufgegeben.

Ortsvorsteher Wackernheim:         -   Oberbürgermeister Ingelheim:

Berg, Dieter, 2019 -                        -   Claus, Ralf, 2012 -


Gs, erstmals: 18.01.20; Stand: 16.06.21