![]() Abbildungen: Historischer Verein Ingelheim, Hartmut Geißler Am Schluss seiner Biographie in den Beiträgen zur Ingelheimer Geschichte Nr. 46 (2002) schreibt Karl Heinz Burmeister, der profundeste Kenner Sebastian Münsters: "Sein Schüler, der Hebraist und Mathematiker Oswald Schreckenfuchs, nahm es in die Hand, aus eigener Kenntnis möglichst viele Daten aus seiner Biographie Münsters der Nachwelt zu überliefern. Vor zahlreichen Studenten und Professoren der Universität Freiburg stellte er diese Daten in einer hebräisch geschriebenen Trauerrede zusammen und forderte seine Hörer auf: „Wende dich zu dem starken Turm, den der gelehrte Meister Sebastian Münster erbaut hat, möge seine Seele im Garten Eden Ruhe finden, der mein edler Freund war, mein Lehrer. (...) Ich werde seinen Namen preisen so lange ich lebe, und ich will mit aller meiner Macht zu seiner Größe beitragen“. Schreckenfuchs hat vor 450 Jahren einen ersten Anfang gesetzt. Viele andere sind ihm seither in dem Bestreben gefolgt, „seinen Namen zu preisen“ und „zu seiner Größe beizutragen“. Viele andere Gelehrte haben sich seither bemüht, Leben und Werk Sebastian Münsters zu erforschen und darzustellen, wobei in den letzten Jahrzehnten - nach den grundlegenden Forschungen von Karl Heinz Burmeister - der Historische Verein Ingelheim sozusagen die Federführung bei diesen Bestrebungen übernommen hat. Der 450. Todestag Sebastian Münsters hat im laufenden Jahr 2002 erneut Anlass gegeben, des großen Ingelheimer Gelehrten mit einer Ausstellung zu gedenken." Diese Themenseiten hier sollen ein weiterer Versuch sein, "seinen Namen zu preisen" und "zu seiner Größe beizutragen".
Gs, erstmals 07.07.06; Stand: 19.02.10 |
